Der erste bestätigte Ebola-Fall seit Jahren in Nigeria – Berichten zufolge die Ehefrau eines Schweizer Diplomaten – wurde mit einem medizinischen Sonderflug von Abuja in die Schweiz ausgeflogen. Während die Behörden den Zustand der Patientin als stabil beschreiben, werden über 50 Kontaktpersonen streng überwacht, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Medizinische Evakuierung von Abuja in die Schweiz
Nach Angaben des nigerianischen Gesundheitsministeriums und lokalen Medien wurde die Infizierte – eine Staatsbürgerin mit ugandischen Wurzeln – vom internationalen Flughafen Nnamdi Azikiwe in Abuja per Ambulanzflug in die Schweiz überführt.
Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigte, dass die Patientin inzwischen eingetroffen ist und isoliert behandelt wird. Nigerias Gesundheitsminister Muhammad Pate erklärte, dass sich der Zustand der Patientin zwar verbessert habe, sie jedoch weiterhin ansteckend sei und strenge Quarantänemaßnahmen greifen.
53 Kontaktpersonen unter Quarantäne: Keine weiteren Fälle in Nigeria
Das nigerianische Zentrum für Seuchenbekämpfung und Prävention (NCDC) gab bekannt, dass im Zusammenhang mit dem Fall insgesamt 53 Personen identifiziert wurden, die direkten Kontakt zu der Patientin hatten – darunter medizinisches Personal und Familienangehörige.
Gesundheitsbehörden betonten, dass nach der Evakuierung keine weiteren aktiven Ebola-Fälle in Nigeria gemeldet wurden. Angesichts der jüngsten Infektionswellen in mehreren afrikanischen Regionen bleibe das Land jedoch in höchster Alarmbereitschaft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt weiterhin vor den Herausforderungen bei der Eindämmung des Virus auf dem Kontinent.