München – Zwischenfall bei der Landung eines Lufthansa Airbus A380 am Flughafen München: Eine Maschine der Lufthansa hat während des Anflugs aus San Francisco die Landebahn noch vor der eigentlichen Schwelle berührt. Dabei wurde die Beleuchtungsanlage der Start- und Landebahn beschädigt. Die 351 Passagiere konnten das Flugzeug anschließend sicher verlassen.
Lufthansa A380 setzt vor der Landebahnschwelle auf
Der Vorfall ereignete sich am 17. August 2026 während des Lufthansa-Flugs LH459 von San Francisco nach München. Der Airbus A380 mit dem Kennzeichen D-AIML kam bei der Landung auf der Piste 26L noch vor der Landebahnschwelle mit dem Boden in Kontakt.

Nach ersten Informationen berührte das Flugzeug dabei mindestens eine Anlage der Landebahnbeleuchtung. Außerdem wurden Schäden an den Reifen festgestellt.
351 Passagiere sicher evakuiert
Nach der Landung rollte der Airbus A380 ohne weitere Zwischenfälle zum Vorfeld. Die 351 Menschen an Bord konnten das Flugzeug sicher verlassen. Verletzte unter den Passagieren oder Besatzungsmitgliedern wurden nicht gemeldet.
Wie schwer die Schäden an der Beleuchtungsanlage sind, soll im Rahmen der technischen Untersuchungen geklärt werden.
Deutsche Behörden untersuchen den Vorfall
Das Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat eine Untersuchung eingeleitet. Im Rahmen der Ermittlungen wurde auch der Flugdatenschreiber des Airbus A380 sichergestellt. Die Maschine bleibt bis zum Abschluss der Untersuchungen und der technischen Überprüfung am Flughafen München am Boden.
Die genaue Ursache für den ungewöhnlichen Landevorgang ist derzeit noch unklar. Sie soll im weiteren Verlauf der Untersuchung geklärt werden.
Zweiter ernster Zwischenfall in München innerhalb weniger Tage
Besonders auffällig ist, dass sich am Flughafen München innerhalb von nur zwei Tagen ein weiterer schwerwiegender Zwischenfall auf einer Start- und Landebahn ereignete.
Bereits am 15. August war eine Boeing 787-9 der Vietnam Airlines beim Start über das Ende der Startbahn hinausgerollt und hatte ebenfalls die Beleuchtungsanlage beschädigt. Das Flugzeug kehrte anschließend sicher zum Münchner Flughafen zurück.
Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang oder ein gemeinsamer Faktor besteht, soll durch die laufenden Untersuchungen der zuständigen Behörden geklärt werden.