Berlin, 16. Oktober 2026 – Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Rahmen der Veranstaltung „Merkel unplugged“ vor Schülerinnen und Schülern zum amtierenden Bundeskanzler Friedrich Merz geäußert. Merkel betonte, dass beide „völlig unterschiedliche Charaktere“ seien, bescheinigte Merz jedoch gleichzeitig, das Land in einer historisch schwierigen Phase zu führen.
Merkel führte im Gespräch aus:
„Friedrich Merz ist erst einmal Bundeskanzler geworden, und ich kann mich natürlich unschwer in die Rolle eines Bundeskanzlers versetzen. Ich sage mal so: Wir sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere.
Insgesamt regiert er das Land natürlich in einer Zeit, die nicht einfach ist. Wir haben nicht nur einen Wladimir Putin, der sehr aggressiv auftritt, sondern wir haben auch einen amerikanischen Präsidenten, der uns manche Sorgen macht.“
Mit Blick auf die globale Lage fügte die Altkanzlerin hinzu: „Es ist nicht besser geworden, würde ich sagen.“ Die Aussagen fielen während des Formats „Merkel unplugged“ vor jungem Publikum im Studio von Deutschlandradio Kultur in Berlin.

Hintergrund: Eine jahrzehntelange Rivalität in der CDU
Angela Merkel und Friedrich Merz blicken auf eine lange und von Rivalität geprägte gemeinsame Geschichte innerhalb der CDU zurück:
- Machtwechsel und Führungsrolle: Merkel prägte Deutschland 16 Jahre lang als Bundeskanzlerin, bevor sie sich 2021 aus der aktiven Politik zurückzog. Friedrich Merz übernahm schließlich 2025 das Kanzleramt.
- Kritische Distanz: Während der Veranstaltung bezog Merkel nicht nur klare Kante gegen die AfD, sondern hielt auch zu einigen rhetorischen Vorstößen und Positionen von Merz spürbare Distanz.
Quelle: Mitschnitt der Veranstaltung „Merkel unplugged“ sowie Berichterstattung deutscher Medien vom 15./16. Oktober 2026.