Der ungarische Premierminister Péter Magyar hat sich zu den gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen während der Unruhen wegen der hohen Lebenshaltungskosten in Frankreich geäußert. In einem Beitrag auf seinem offiziellen Facebook-Kanal nahm Magyar Bezug auf die Bilder aus Frankreich und erklärte:

„Wenn man diese sinnlose Zerstörung und ungerechtfertigte Gewalt sieht, wird es vielleicht nun für jeden klar: Warum Ungarn den strengstmöglichen Ansatz beim Thema Migration vertritt und warum wir beim Schutz unserer Außengrenzen sowie unserer Migrationspolitik keinerlei Druck weichen werden.“
Magyar betonte weiter: „Das Europa, das wir alle lieben, steckt heute in einer ernsthaften Krise“ und sprach dem französischen Volk seine volle Solidarität aus.
Klare Trennung zwischen friedlichen Protesten und Vandalismus
Der ungarische Regierungschef hob hervor, dass eine strikte Unterscheidung zwischen rechtmäßigen Demonstrationen und Krawallen notwendig sei:
- Demonstrationsrecht: Friedliche und legale Proteste seien ein fundamentales Grundrecht.
- Vandalismus und Gewalt: Gewalttätige Ausschreitungen stellen hingegen schwere Straftaten dar.
Kurswechsel in der EU-Migrationspolitik?
Premierminister Magyar wies zudem darauf hin, dass auf dem jüngsten EU-Gipfel die Mehrheit der europäischen Staats- und Regierungschefs den Willen gezeigt habe, sich von der bisherigen, flexibleren Migrationspolitik abzuwenden. Er bekräftigte, dass Ungarn seinen Grenzschutz und seine Strenge in Asylfragen trotz jeglichen politischen Drucks unverändert fortführen werde.
Hintergrund: Eskalation der Proteste in Frankreich
Am Samstag, den 17. Oktober, gingen in Frankreich landesweit rund 550.000 Menschen auf die Straße. In zahlreichen Städten schlug die Wut über steigende Preisen in schwere Gewalt, Brandstiftung und Plünderungen um:
- Festnahmen: Rund 1.800 Personen wurden vorübergehend festgenommen.
- Verletzte: Mehr als 500 Sicherheitskräfte erlitten Verletzungen.
Quelle: Offizielle Erklärungen des ungarischen Premierministers und lokale Medienberichte (18. Oktober 2026).